Heutige Nutzung

Die Mangfalltal-Bahn wurde bis 1961 mit Dampflokomotiven und Akku-Triebwagen betrieben, anschließend taten Dieselloks, Schienenbusse und auch noch Akku-Triebwagen ihren Dienst, bis am 23. Mai 1971 der elektrische Betrieb aufgenommen wurde. Von diesem Zeitpunkt an nahm die Bedeutung der Strecke wieder zu; sie wurde auch Entlastungs- und Umleitungsstrecke für die Hauptstrecke München – Grafing – Rosenheim (– Salzburg/Innsbruck).

Im Jahre 1972 wurde die Stationen Kreuzstraße und Holzkirchen S-Bahn-Endpunkte.

Nicht wegzudenken ist die Mangfalltal-Bahn heute im Schüler-, Berufs- und Einkaufsverkehr, besonders nach Bad Aibling, Rosenheim und München.

Zum wirtschaftlichen Aufschwung der vergangenen bald 150 Jahre trug im gesamten Mangfalltal zu einem großen Teil die Mangfalltal-Bahn bei. So war das erste Haus der heutigen Stadt Kolbermoor ein Eisenbahnhäuschen. Da nun im Bereich der Mangfalltal-Gemeinden die Bevölkerung auf über 60.000 Menschen angewachsen und noch weiter im Steigen begriffen ist, könnte das Bahnangebot noch wesentlich mehr genutzt werden. Gemeinsam mit der kreisfreien Stadt Rosenheim wohnen auf ca. 25 km über 120.000 Menschen. Bis zu 29 Zugpaare im Mangfalltal sind ein hervorragendes Angebot für die Bürger.

Seit Frühjahr 2002 sind die neuen klimatisierten Elektro-Triebwagen ET 425 und ET 426 mit 200 bzw. 100 Sitzplätzen im Einsatz. Dies ist eine Qualitätsverbesserung, nicht nur für die Fahrgäste, sondern auch für die Anwohner der Strecke, welche die Triebwagen von der Geräuschkulisse her kaum noch wahrnehmen.